Das war’s

Ich glaube mir selbst noch nicht wirklich. Vielleicht ist es auch nur wieder so ein Gefühl, das mich überkommen hat und bald wieder weg ist…
Ich wünsche mir gerade einen Abschied. Ein ruhiges, vertrautes Treffen. Platz zu sagen was Platz haben kann, ohne den Anspruch auf Rache, Verletzung oder Wiedergutmachung.
Ich fühle mich das Erste mal in der Lage, Abschied zu nehmen. Gewiss werde ich weiter traurig sein. Lange Zeit werde ich diesen Schmerz wie einen kleinen Schatz mit mir herumtragen und hegen und pflegen. Denn es ist ein großer Teil meines Lebens und ein Abschnitt, für den ich – trotz allem Übels – nicht undankbar bin.
Bislang war ich jedoch nicht in der Lage, mich davon zu trennen. Irgendwo hat sich immer etwas gesträubt dagegen, mit dem abzuschießen, was bereits vergangen ist.
Wie eigentlich immer überkam mich aber heute, an einem Punkt an dem ich nicht im Ansatz daran dachte, urplötzlich Trauer und Wehmut. Warum nicht? Abschied nehmen mit der Liebe die noch immer da ist. Der Liebe den Platz geben, sich zu verabschieden von der Person der sie gilt. Und danach nicht zu begraben, sondern leben zu lassen, ganz so wie es ihr gebührt.
Denn geliebt habe ich, ich liebe noch immer! Aber es wird nicht sein, was nicht mehr ist und nicht wieder sein wird.
Mich der Hoffnung zu entziehen, dass etwas Neues, ähnliches sein könnte wird schwer werden. Die Hoffnung zu haben, etwas Neues, ganz anderes auch zu mir passen… Nicht leichter.
Doch das ist Zukunft. Traumzeit. Heute kann ich beenden was mich bindet und wieder einen Schritt weiter gehen. Ohne Reue, ohne Hass, sondern so wie die Zeit war… voller Liebe.

Ich hoffe dieses Gefühl bleibt, denn ich glaube… Ich glaube, darin liegt mein Weg wieder glücklich zu werden.

Und das wäre ich gerne.

Glücklich.

3 Kommentare zu “Das war’s

    • Geduld. Mit dir, deinen Gefühlen und deinem Groll.
      Verständnis. Für dich, dein Gegenüber und die Verletzungen.
      Mut. Zu sehen was ist, was nicht mehr ist und was nicht gesehen werden will.

      Drei kleine Worte. Drei kleine Schritte. Drei mögliche Unmöglichkeiten.

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  1. Wunderbar und ja, ich denke dieser Schritt ist notwendig, so schwer er auch ist. Meine Situation ist ja ähnlich, zumindest gefühlsmäßig und Abschied nehmen, loslassen ist so schwer. Loslassen, vergeben und die Liebe weiter im Herzen zu tragen, damit sie auf neuen Wegen zur Entfaltung kommen kann.

    Ich wünsche dir, dass du es weiterhin schaffst und ich wünsche dir auf deinem neuen Weg Glück, glücklich sein und getragen sein von der Liebe. 🙂

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