Wer die Seele eines Menschen berührt, betritt geheiligten Boden.

Hm. Das sind schwierige Aussagen zu einem schwierigen Thema. Mein erster Kommentar wurde doch sehr lang… darum ein Reblog. Wenn nicht gewünscht: gib Bescheid.

Als jemand, der mit Manipulation und Gefühlsbetrug sein Geld verdienen wird (kannst ja mal raten was es ist) und sich darin nicht als schlechter, sondern als ehrlicher Mensch versteht, mal eine andere Sicht:

Wenn ich in einem Menschen etwas entdecke, sei es Stärke oder Schwäche, Genuß oder Verdruss… dann speichert sich mein Hirn das.
Wenn mein Wille nun in eine Richtung geht und das Gegenüber hierbei meinen Weg begleitet, kreuzt oder was auch immer… dann bediene ich mich der Informationen, die ich gesammelt habe.

Sicher, es gibt Grenzen, die man beachten sollte bei diesem „Spiel“… bloß ist es kein Spiel und damit die Aussage erst einmal ungültig.
Es ist die Art wie ich meinen Weg durch mein Leben bestreite. Es hat weniger etwas damit zu tun, dass ich „ach so schlimm benutzt wurde und mich rächen will“; vielmehr geht es darum zu verwenden, was ich erkenne, da es um mein Leben geh und nicht um das anderer (in erster Instanz gedacht).
Erkennen andere dies nicht oder verweigern sich den Zugriff darauf, stelle ich mir eher die Frage, warum sie dies tun. Welche Regel gebietet, sich hinter gesellschaftlichen Mauern zu bewegen? Ist es nicht viel mehr die Angst, dafür schräg angeschaut zu werden, wenn jemand sieht was wir tun? Ist es der Wunsch, „sowas“ niemand anzutun oder ist es eher der Umkehrschluss aus der Angst das selbst zu erleben?

Versteh mich nicht falsch. Ich bin kein böswilliger Mensch. Dafür sind mir die meisten Menschen viel zu egal. Ich wurde mich allerdings auch nicht als Soziopathen verstehen. Es sei denn, du meinst damit „nicht blind allen gängigen Sozialpraktiken folgend“. Dann frage ich jedoch, was gängig sein soll.

Wenn du ein wenig bei mir gelesen hast, hast du vielleicht gesehen, dass ich zum Menschen eine… nachlässige Haltung habe. Insofern nachlässig, als das ich einzelnen Menschen nicht den Wert zuschreibe, den sie gerade ausfüllen. Liebe? Ein Gefühl. Der Mensch der das Gefühl in dir wachruft: auswechselbar. Hass? Für mich noch flüchtiger als Liebe, das Objekt des Hasses ständig wechselnd.

All is vain. So sagte, glaube ich, schon Scarlett in „vom Winde verweht“.

Alles vergeht.

Und genau darin liegt die Befreiung meines Lebens. Ich bin, so wie alles und jeder um mich herum, vergänglich. Und, um es einmal bewusst gestelzt auszudrücken: die Applikation eines immortalen, unscharf definierten Begriffs der Soziologie, welche in ihrer Sache von einer stetig fortwährenden Gesellschaft ausgeht, auf ein Individuum von immens beschränktem lokalen, als auch temporärem Wirkungsbereich wirkt angesichts dieses Argumentationsstrangs eher inkonsistent.

Aber! Gott behüte! Dass ist kein Freibrief für YOLO! Es befreit mich nicht von jeglichen Konsequenzen meines Handelns. Vielmehr beschränkt sich das für mich auf angelernte soziale Beschränkungen.

Warum ist es schlecht, jemand in etwas zu bestärken, was man selbst für gering schätzt.
Wenn man jemand aufbaut und lobt auch wenn der Mensch dir egal ist.
WEIL er dir egal ist.
Denn, abgesehen von jenen schlimmen schlimmen Menschen, die mit unsren Gefühlen spielen (irre ich mich oder meint das „immer“ den Teil der Beziehung der Schluss macht?) gibt es viele, viele Gründe zu lügen.

Ja mein Kleiner. Du hast ganz super getrommelt. Und das die Trommel kaputt ist macht gar nichts. Hat ja keine 500 Euro gekostet. (Denn ein Kind zu bestärken ist mehr wert als 500 Euro)
Du machst das klasse. Sehr kreativ. Regeln in der Kunst sind eh überbewertet.

Es ist müßig mit Beispielen weiterzumachen und hoffentlich auch so deutlich, das es sozial akzeptiertes lügen gibt.

Einzig mit der Liebe spaßt niemand. Denn Liebe ist Krieg und eine VERDAMMT ERNSTE SACHE.
Wer wärest du, dich in ihr wohl zu fühlen solange sie besteht!

All is vain. Doch in der Angst um die Vergänglichkeit töten wir das Leben und konservieren es, um möglichst viel davon in unseren Tod mitzunehmen. Dort können wir es schließlich genießen ohne Angst zu haben, dass es entfleucht. Der Tod währt ewig.

Da Redundanz helfen soll: ich will keine Entschuldigung für Missbrauch von Vertrauen finden. Denn mir ist es sehr wohl bewusst, dass Menschen sehr unter Enttäuschung leiden können (einfach mal ein paar ältere Beiträge lesen…). Vielmehr möchte ich den Blick weiten für einen Versuch der Erklärung eines solchen, unverständlichen Menschens. Versuchen aufzuzeigen, dass nicht Boshaftigkeit, sondern viel mehr gründlich verschiedene Lebensansichten zugrunde liegen.

Warum? Weil ich selbst in beiden Welten wandele. Weil es mir hilft zu wissen was von meinem Gegenüber mir und was ihm/ihr geschuldet ist. Weil ich verstehen und Verständnis liebe. Weil ich die Feinheiten einer allgemein anerkannten Schwäche sehe und fasziniert bin von den Möglichkeiten hinter der ersten Meinung.

Und weil ich deshalb gelernt habe Menschen nach ihren Taten und nicht ihren Worten zu vertrauen.;-)
Ohne Mauern zu leben und zu vertrauen ohne gleichzeitig schutzlos zu sein.

westendstories

Ich mag sie nicht, die Seelenschlächter.

Die vermeintlich empathischen Wortakrobaten, die eine sanfte Melodie spielen, gesponnen aus feinstem Manipulationszwirn. Denen du ihre Worte glaubst, dessen Handel nie folgt. Die, die in einem unachtsamen Moment ein Türchen zu deiner Seele öffnen, welche du doch sonst so gut versteckst. Und die dich dann am offenen Operationstisch einfach liegen lassen. Soziopathen denen du scheißegal bist, oder die sich aus fadenscheinigen Gründen einfach aus deinem Leben verpissen ohne Blick zurück. Für den Missbrauch und die Vergewaltigung von Vertrauen sollte es die Höchststrafe geben.

Im türkischen gibt es ein Sprichwort: Ich hab meinem Vater vertraut, und der hat meine Mutter gefickt. Also immer schön Obacht, wem du die Hand reichst, deine Tür öffnest und ganz besonders, dein Herz. Hier und da eine etwas dickere Mauer ist in dieser Zeit schon angebracht. Ganz besonders für empfindliche Seelen, die ahnungslos immer das Gute glauben.

Und irgendwann hast…

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