Das Gegenteil von Unglück

Die andere Seite der Medallie liegt oft unter dem Samtkissen der Zufriedenheit. Glück, wenn man es so nennen will, kann ich oft nur erahnen.

Was liegt dort, wenn ich mich umdrehe und nicht nur nicht unglücklich, sondern das Gegenteil sein will/soll/muss? Wie komme ich durch die Schleier der hart antrainierten Unglücklichkeit? Wie kann Unglück persistent, Glück jedoch so flüchtig sein, wenn es doch eigentlich gleich -nur gegenteilig- sein soll? Wenn ich in einem Kreis loslaufe, wie ermittele ich den Gegenpunkt, wenn mir versagt ist, durch die Mitte zu schneiden?

Antworten wären hier super. Wirkliche Antworten die nicht jenes unbestimmte Gefühl von Unzulänglichkeit hinterlassen. Das Gefühl, letzten Endes dann doch nicht das gefunden zu haben wonach ich suchte, sondern eine halbgare Variante irgendwo dazwischen.

Zu klug um in diesem System nicht zu funktionieren, nicht klug genug um mehr als Durchschnittliches zu erreichen. Diesen Spruch habe ich so in etwa vor einer Weile gelesen -auf englisch natürlich – und immer wieder merke ich… da könnte was dran sein.

5 Kommentare zu “Das Gegenteil von Unglück

  1. Lieber Censay,
    mir ging es früher sehr ähnlich, doch es ist alles Einstellungssache. Mach dir Gedanken darüber was es wirklich ist, was dir das Glück, die Freude nimmt, und ob daran etwas ändern kannst. Noch wichtiger wäre es jedoch, dir Sachen aufzuschreiben oder ins Gedächtnis zu rufen, die was Positives bei der auslösen. Freunde, Familie, Hobbies etc. Für diese Dinge hat man in seinem Sumpf der Unzufriedenheit oft gar keine Wertschätzung mehr übrig, und so versinkt man immer mehr. Versuch mal gezielt, den positiven Dingen in deinem Leben Dankbarkeit gegenüber zu bringen, und den Dingen die dir nicht gefallen entweder Akzeptanz, oder Änderung. (Entscheidest du dich für Akzeptanz, mach dir bewusst, dass das selber so entschieden hast, ohne andere dafür zu beschuldigen….du hast deine Entschlüsse selbst in der Hand …) Manchmal ist man einfach zu sehr im Alltag festgefahren, ich weiß ja nicht wie das bei dir aussieht. Mich hat damals eine berufsbegleitende Ausbildung aus dem Trott gerissen. Ich hatte eine neue Beschäftigung und Herausforderung, lernte neue Leute und Denkanstöße kennen, die mir gut taten…. Ich wünsche dir ehrlich, dass du die kleinen Schönheiten auf der Welt siehst und dich über ihnen freuen kannst. Das Leben hat so viel zu bieten, und auch wenn vieles ein Indikator für Unglück sein kann – ich habe mal den Spruch gehört – für das Positive braucht es halt ein wenig Fantasie – und davon besitzt du bestimmt Einiges ! 😉 Alles Liebe, Vicky

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    • Liebe Vicky,

      danke für die lieben Worte. Ich fürchte es ist – zu Recht – ein klein wenig der falsche Eindruck entstanden, ich sei total unglücklich. Das bin ich nicht. Unglücklich bin ich nicht. Ich mache mir eher über die… Nuancen des Glücklichseins Gedanken. Zufriedenheit ist meist recht schnell erreicht. Aber der exakte Gegenpunkt zu Unglück? Es ist also für mich mehr eine philosophische und theoretische Überlegung.
      Nichtsdestotrotz sind deine Hinweise wichtig. Glück, so habe ich schon vor langen Jahren für mich erkannt, liegt im Augenblick. Diesen wertzuschätzen… herausfordernd. 😉

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  2. Hmm, wäre es so einfach mit dem Glück und dem Glücklich sein, würde jeder die Medaille schnell umdrehen. Aber so einfach ist es eben nicht und schon gar nicht ausgewogen. Es gibt Menschen, die befinden sich oft auf der Glücksseite und andere oft auf der Unglücksseite. Niemand kann Glück erzwingen. Wir können es uns wünschen und wer möchte nicht glücklich sein, jedenfalls so, wie jeder für sich Glück definiert und es für sich empfindet.
    Am schlimmsten ist doch wohl, wer sich nach dem System richtet und sich vorschreiben lässt, wie er glücklich zu sein hat und dass er möglichst immer gut gelaunt und positiv denkend die Welt beschreitet. Daran gemessen fühlen sich wohl die meisten unzulänglich. Es ist also auch eine Sache des Maßstabes und den, so meine ich, kann nur jeder für sich und in sich selbst definieren. Der eine lächelt und ist glücklich, wenn die Sonne scheint und seine Blumen im Garten blühen, der andere belächelt dies und steigt in sein dickes Auto um noch mehr Geld und Erfolg im Job einzufahren.

    …und wer sagt, dass du immer glücklich sein musst oder sollst? Manchmal gehört ein bisschen unglücklich sein auch dazu, um glücklich zu sein. 😉

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    • 1. Ich will aber!

      2. Glaube ich schon, dass Glück und Unglück gleich verteilt sind. Müssen Sie ja sein, sonst wären sie keine Gegensätze. Was durchaus unterschiedlich ist, ist der Maßstab und die Ansätze zur Erlangung des Ganzen. Automann KÖNNTE auch mit dem Grünzeug glücklich sein. Er will aber nicht.

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      • zu 1. ich wünsch dir Glück 🙂

        zu 2. Ich überlege gerade, ob Gegensätze immer gleich verteilt sein müssen, es gibt zumindest längere und kürzere Phasen oder es ist eben wie beim Beispiel…
        ..und ich bin ja leider auch kein Vorbild für Glücklich sein 😦
        (also lass dir von mir nichts einreden 😉 )

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