Am Subjekt vorbei sehend

Oder auch ‚objektiv sein‘. Aber wer kann das schon sein in diesen Zeiten in denen wir unseres eigenen Ichs bewusster sind als vermutlich je zuvor. Long Live Science!

Ich kann nicht ohne mich selbst denken. Allein in dem vorangegangenen Satz verdoppelt sich mein Ich, schwillt mit jedem weiteren meiner Sätze an und wird zu einem einzigen, zähflüssigen Brei den wir (also ich) Meinung nennen.

Meine Meinung bin Ich und Ich kann nicht ohne Meinung sein; nicht einmal als Mitglied einer Konsumgesellschaft mit Privatsendern und Internetzugang im Kühlschrank. Jedes Bild das ich mir bilde, jede Ansicht die ich zu anderen Meinungen entwickle kann und muß nur über mein eigenes Denken – und damit mein eigenes Ich – ablaufen; und verbleibt somit in mir selbst verankert.

In dieser speziellen Konstellation wäre somit der Spruch „niemand kann objektiv sein“ nur unter der Prämisse geltend das er „ohne das eigene Subjekt denkend“ meint. Wenn ich jedoch nicht ohne dieses Ich denken kann ist es unsinnig es in den Betrachtungen ausklammern.

Eine jede Betrachtung eines Anderen müsste sonst ‚objektiv‘ in sich sein, behandelt das Ziel des Gesagten, der Meinung, etc doch immer ein Objekt (weil nicht durch mein Subjekt damit verbunden) meiner subjektiven (aus meinem eigenen Subjekt stammend) Wahrnehmung.

Und darum mag ich Menschen die „so eine Frechheit“ sagen rein ‚objektiv‘ nicht.

The insurmountable Insanity of Vanity

Auf der Überholspur meines Lebens kann ich auch mal kurz innehalten um jemand vorzulassen, denke ich während ich in der Masse der arbeitenden und zu beschulenden Bevölkerung von S-Bahn zu U-Bahn zwockel. An der Rolltreppe bin ich auf der Seite gelandet auf der man eben weitergeht – komme was wolle und zwar schnell denn wo kommen wir sonst hin; eben nirgends hin und wer will das schon -, als überraschend ein, gänzlich unpassend rebellierend, weniger artiger Mitbürger aus seiner Spur der Lauffaulen, der nichtsnützigen Müßiggänger – der Spur des Stillstandes und Todes. Welch wonnige Sehnsucht mich nach ihr in diesem Moment packt! – ausbricht und mich vor die Wahl stellt: Konfrontation und durchziehen, mein Tempo halten und seine Leiche herausfordern über welche ich anschließend mit stolzgeschwellter Brust schreiten könnte; oder aber innehalten – kurz nur, quasi den kleinsten Bruchteil eines Lebens, aufhören voranzuschreiten und damit zurückfallen in prä-existentielle Urzustände – und auf ewig ob der unendlichen Güte meines unermesslichen Verzichts aufzusteigen in der unablässigen Rangelei um die besten Plätze auf der huldvollen Liste der besten Menschen. Der Allerbesten!

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„You are one confused person, aren’t you?“
„Nah, not really.“

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Mein Hirn muss vermutlich kurz ausgesetzt haben als ich dem verzweifelten Treiben der Hummel zuschaue, die sich zwischen der Doppelverlasung des Altbaus meiner Arbeit eingesperrt hat. Ich starre eine vermutlich ungebührlich lange Zeit auf das kleine Vieh, wie es im Kampf gegen eine unsichtbare Kraft immer und immer wieder anfliegt; vielleicht zunehmend verzweifelter und berauscht von der bizarren Hoffnung irgendwie doch noch zu entkommen; vielleicht zunehmend stoisch und besessen von der fatalistischen Gewissheit es irgendwie nicht lassen zu können. Vor mir spielt sich im Mikrokosmos ab, was mich vielleicht umgeben würde, könnte ich es wahrnehmen; würde ich die Kräfte erahnen die an mir zupfen und zerren und mich an-, ab- und umtreiben.
But alas – wie ich gerne mit dem Weltschmerz eines vom Leben gebeutelten Eremiten von mir gebe, dessen einzige Erkenntnis doch nur die Vergänglichkeit der Erkenntnis ist – … aber LEIDER – denn auf dem alas liegt der Impuls des Leidens – kann ich dieser Kräfte nicht gewahr werden und verbleibe das lyrische Ungeziefer im Käfig meines eigenen Zimmers, grotesk verwandelt und befremdlicherweise einzig um die Wahrung des eigenen, verdrießlichen Alltags bedacht. Lediglich mein Scharren mag weniger angestrengt wirken, verträume ich meinen Tag doch an dem Flügelschlag eines pelzbeinigen Sisyphos und vergesse darüber die stetige Optimierung meines von der Gesellschaft geknechteten Ichs.

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You seem very confused with who you are.“
„But I am not…. So maybe yes, I am confused. But I integrated the ambiguity of my own little vain self into myself.“

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Die Uhr – pompös groß, mit der Spitze ihres billigen Plastikrunds auf einer blättrig weiß lakierten Fensterbank ruhend in einem Zimmer, welches die Herrlichkeit damaliger Internate erspüren lässt – tickt leise vor sich her, Symbol der streng geprüft und bemessenen Zeit die vergeht; vielleicht auch sie zunehmend verzweifelt oder stoisch, wer vermag es schon zu sagen; wer sich zum Meister der Zeit aufschwingen und mit der Illusion des Verständnisses bekleiden, die der Kaiser vorher schon schamvoll berührt abgelegt hatte.
Die Seite eines Buches – vermutlich eine Schmonzette der Untiefen dessen was sich Jugendliteratur schimpft und den Abschriften alter Blaupausen durch die Mönche des Mittelalters gleichkommt – wird umgeblättert, scharrt laut auf jene Art durch den Raum, die ein kleines Geräusch in der es umgebenden Stille zur Maxime des möglichen Lärms werden lässt und in unserem Ohr eine fokalen Kakophonie bildet, was als Satz zwar schön kingt aber in der Nebensache ausreichend störend auf die Konzentration wirkt. Auch das Rauschen im Sumpf der Zeit, oder gurgeln im Schaum der Wellen; die Bagatelle persiflieren und das Joch der Gleichmäßigkeit durchbrechen.

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„That still seems pretty confused.“
„Yeah it is. But it’s all part of the plan.“

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„Wenn man kein Geld hat, dann ist man ein Nichts!“ war ihr Satz, der für Sie inbrünstigs Bekenntnis nicht nur ihres Selbst, sondern ihrer ganzen Generation – glaubte ich Ihren Worten – darstellt. Unverständnis umschwirrt sie wie behäbige, glitzernde Fliegen bei meiner Antwort und sie wird mit der unabdingbaren Brillianz ihres unfertigen, in sich (blind)schlüssigen Weltbildes fundamental abgelehnt; ganz Mensch ihres Alters – Beta-Menschen, noch aus der Testphase des Lebens zu erwachsen – und damit erfrischend ehrlich im dissonanten Dialog der zwischen uns entsteht. Rudimentär zu erklären war mir heute schon genug, die angehende geistige Elite kann sich alleine in der Welt zurechtfinden – beschließe ich und begebe mich anschließend dennoch in die Diskussion.
Hoffnung ist wo wir sie schaffen.

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„So you want to be confused?“
„It’s not about if I want to, it’s that we have to.“

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Es gibt generell zwei Arten von Menschen: jene die sich bedanken wenn jemand Ihnen die Tür aufhält und jene die sich dadurch in ihren eingebildeten Geflecht von Gleichberechtigung verletzt sehen, denke ich während ich die Treppen einer anderen S-Bahn-Station herabschlendere; wesentlich später am Tag, nur unwesentlich wacher in dem Strom der abgearbeiteten und fertig beschulten Bevölkerung, welche durch einen Pulk aus zig Kinderwagen auf einen belustigenden Slalomkurs gezwungen wird – ich kann das während meines nahezu fabelhaften Abstiegs wunderbar überblicken und mich königlich darüber erheben; ein Widerstreit unendlicher Größe innerhalb der winzigen Passform meines Daseins. Individuell in der Welt meines eigenen Ichs und doch, bekleidet oder nicht nach den Vorlagen der inneren Modedesigner, ein Nichts wie alle anderen: emsig ausbrechend aus meinen Spuren, stoisch-hoffnungsvoll anflatternd gegen lenkende Kräfte und leise an meinem Leben entlangtickend.

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Maybe that’s the start of a maniacs thoughts about enlightenment…
Bewegte, tumultige Gedankenzeiten; Poesie umgibt mich wie faulige Pomade.

Zwischenträume

Die Hand zur Faust,
Einnehmend.
Finger und Ballen,
Verschmelzend.

Zwischen Wut und Schmerz.
Das Leben, es wird dir entweichen.

Blassknöcherne Leere,
Zwischenräume im Sein.
Verlorene Mühen voller Raserei.

Die Hand als Fläche,
Einladend.
Finger und Ballen,
Umspannend.

Zwischen Liebe und Lust.
Das Leben, es wird dich umgeben.

Lichtgesponnene Netze,
Zwischenträume im Schein.
Verlockende Visionen voller Wonne.

Chaos und Ordnung (Teil 1)

Wenn wir dem Wissen glauben, welches wir über uns selbst und unsere Vergangenheit gesammelt haben, so ist das Leben vor allem eines: chaotisch. Auch wenn das Leben im Allgemeinen und für den einzelnen Menschen im Speziellen doch sehr unterschiedlich ist, letztlich ist es vor allem nie so, wie es einmal war. Und wie es wird können wir trotz aller Prognosen und Versicherungen letztlich nicht sicher sagen.

Nehmen wir das als Grundlage einmal ungefragt an (eine ausdauernde Beschäftigung hiermit wird vermutlich – wie in allem – Lücken finden) und erweitern diese These.

Wenn das Leben chaotisch ist und unsere Zukunft darum unbeständig sein muss (die Zukunft hier als ein chronologisch vor uns liegender Zeitpunkt des Lebens -unseres Lebens – gedacht), müssen Prognosen die Zukunft betreffend unabdingbar unsicher und unklar ausfallen. Das Chaos zu überschauen ist in der Definition des Wortes nicht möglich, da es sonst in einer Ordnung zu fassen wäre und entsprechend nicht mehr rein chaotisch. Ausserhalb der Tautologie gesprochen steht das „reine“  Chaos entsprechend als Kontraelement zum Begriff des Begreifens. Es (das Chaos) musss sich jeder Begrifflichkeit entziehen.

Nehmen wir in einer zweiten These an, dass es dem menschlichen Naturell schwerfällt sich einem unfassbaren und abstrakten Begriff wie „Chaos“ auszusetzen, sondern er (der Mensch) bestrebt ist Alles ihn umgebende für sich (be)greifbar zu machen.

Indem ich die Dinge um mich herum benenne, schäle ich sie aus einem ungefassten Zustand heraus in einen zuerst klar scheinenden und vermeintlich eindeutigen Rahmen. Indem ich das Haus nenne, beschränke ich die Deutungen dessen was ich meine um ein erhebliche Maß. Die Diskussion um die Exaktheit solche Definitionen ist -wie sich zeigen wird – nur sekundär wichtig und daher soll die vereinfachte Theorie ausreichen.

Sollten also beide dieser Thesen gelten (was wir für dieses Gedankenexperiment annehmen), ergeben sich interessante Vermutungen zum Menschen und seinem Standpunkt zur intrinsischen Natur des Lebens.

Was ist damit Freiheit für den Menschen und wie steht er ihr gegenüber?

Was ist die Motivation zu einem geordneten Leben?

Ist Ordnung mit Leben vereinbar, ist Chaos dies?

Superhuhn

Im Zug sitze ich rückwärts und fahre meiner Zukunft entgegen, was mich in nachhaltige Grübeleien stürzt ob ich ihnen entgegenfahre oder daran scheitere ihnen wegzulaufen. Als ich dabei meinen Kopf an die Fensterscheibe lehne bemerkte ich mit einem Mal die Spuren der Regentropfen. Hey, es regnet. Wann hab ich überhaupt das letzte mal verlaufende Regentropfen gesehen? 

Mein Kopf verschluckt das d und verläuft sich mit dem Wasser auf der Scheibe.

Die Sonne schien als ich für meinen Döner anstand – Ich stehe für meinen Döner an! Einen Döner! –, was sonst nur einige hundert Meter weiter bei ‚Mustafa’s Gemüse Döner‘ passiert.  Später werde ich einer Freundin die 50 Meter kultbedinge Schlange für etwas-mehr-als-mittelmäßiges-Fastfood zeigen und mich dabei echaufieren; es sind die kleinen Freuden.

Ich wollte kein Dürum, das wollte der zwei hinter mir, dazwischen die mit zwei Halloumi – Dürum, ich wollte einen normalen Döner mit Kräuter und ein bisschen scharf ohne Zwiebeln; der Bestellvorgang eines Döners in Berlin folgt einem so gleichbleibenden Muster das mich Abweichungen oft aus dem Konzept bringen.

Bitteschön?/Der Nächste! – Einen Chickendöner bitte. – Einmal Chickendöner. Nicken und zustimmendes GelautbareStille bis das Brot fertig getoastet ist – Soße? – Kräuter und ein bisschen scharf – Soße ins Brot und dann Fleisch plus eventuell Gemüse – Salat alles? – Keine Zwiebeln bitte. – Einpacken?  – Ja bitte. – Tüte oda geht so? – Geht so. – Zahlvorgang und einseitig freundlicher Bezahl-/Verabschiedungsprozess.
Ich könnte mir das bitte auch stecken, kaum einer von den Dönerschnibbelfachverkaufsleuten schaut mich je länger als zwei Sekunden wirklich an; mein Stammdöner beispielsweise will mich trotz aller Freundlichkeit auch nach drei Jahren immer noch nicht kennen, geschweige denn wissen was ich bestellen werde.
Ich hatte mir die Bestellungen gemerkt weil es eine Berufskrankheit ist… oder OCD… darum war meine Reklamation wegen des Wechselgelds also auch berechtigt. Die befehlsführende Dönerfrau meckerte dafür ein bisschen mit dem unschuldigen jungen Kerl, der verwirrt den Hühnerabfallspieß weiterbearbeitete.  ‚Ne Frau in einem Dönerladen die nicht nur spült… huh. Beim Blick über die Schulter erkenne ich den Dürumbesteller als Bekannten. Zumindest meine ich ihn zu erkennen, es ist dieses Ziepen in der Erinnerung wenn ein Gesicht bekannt vorkommt und die Erkenntnis es noch nicht verarbeiten konnte. Ich drehe mich zurück und noch beim drehen holt das Gehirn auf: Naah, der sieht nur jemandem ähnlich den du kennst. Einem Kollegen von E. Aber der ist garantiert nicht in Berlin und…

Erinnerung an eine andere Situation überdenkt den Rest meiner Gedanken und ich bin zurück in einem Frühling vor gefühlt fünf Leben als ich auf der Museumsinsel an jemanden vorbeilief der mir auch bekannt vorkam. Wir drehten uns beide um, musterten uns beide eingehend, kniffen beide die Augen zusammen und runzelten beide auf die selbe Art die Stirn… bevor wir weitergingen. Beide drehen wir uns erneut um und so kreuzten sich unsere Blicke erneut. Wir nickten uns mit einem vermutlich identisch zweifelnd aussehenden Gesicht zu; heute würde ich ihn ansprechen, damals war ich da befangener. Markus. Ich glaub das war Markus aus deiner…

Aber die Erinnerung ist ein trügerisches Tier und ich zweifele heute wieder ob er es war. Damals war es warm. Heute sind wir dem Sommer näher und es ist kälter. Vielleicht nähern wir uns ihm aber auch nur rückwärts oder laufen erfolglos vor ihm davon ohne es zu ahnen. Jetzt wird es Mai, ich tanze hinein und wirbele im Kreis rückwärts und vorwärts durcheinander; Döner in der einen, Erinnerungen in der anderen Hand.

Wenn es nicht warm wird, mache ich es mir eben warm.

Redewendepunkte

Ich liege im Bett, muss wohl eingedöst sein. Vermutlich habe ich dabei ein wenig gesabbert, mein Mundwinkel fühlt sich noch ganz klebrig an. Doch als ich nachfühle spüre ich nichts. Scheinbar bin ich auch hiermit in einem Halbzustand gewesen; so wie ich nicht richtig geschlafen hatte, nun aber auch nicht richtig wach bin sondern mit einem Kopf wie kurzsichtiger Wackelpudding herumvegetiere. Ich bin müde, so müde. „Müdigkeit ist bei mir eine Lebenseinstellung.“

Mein Rücken schmerzt und als ich die Schultern nach hinten durchdrücke knackt es laut, so dass der Kater erschrocken ins Zimmer blickt. Es könnte allerdings auch sein dass er einfach nur nach Beute geschaut hat. Unerklärliches Wesen das Vieh. Ich mache mir Gedanken um einen Buckel; vielleicht ist es aber auch nur noch ein tiefsitzender Rest des  Muskelkaters vom Sport. Ich habe zu lange keinen mehr gemacht. „In meinem Alter muss man ja auf sich aufpassen.“

Ein Hustenanfall überkommt mich, meine Brust scheint hierbei gegen eine kleine, knorpelige Kugel in meiner Brust zu drücken. Ein Klumpen getrockneter, widerborstiger Krankheit die meinen Körper nicht verlassen will. Oder nicht verlassen soll, ich bin mir nicht ganz sicher ob ich nicht doch einige Allergien habe die bislang nicht beachtet wurden. Das sollte ich mal checken lassen. „Den Husten habe ich seit November 2015, der ist nicht mehr ansteckend.“

Der neue Job fordert mich heraus, auch wenn heute nicht einmal viel zu tun war. Mit Menschen und so, dass ist immer anstrengend und sieht nach entspannt rumsitzen aus. Wieder einmal denke ich darüber nach warum ich kein Informatiker werden und gut Geld verdienen wollte. Das mit der Erfüllung klappte auch im zweiten Beruf nicht, da hätte ich auch ans Geld denken können. Doch was solls, ich mag es. „Verwechsel das nicht, ich bin nur für Geld sozial.“

Ich trage meine Redewendungen wie ein Schild vor mir her und bagatellisiere mein Wesen mit einer Vehemenz, die mich hin und wieder innehalten lässt: Im Sprechen, im Handeln, im Schreiben, seltener im Denken. Wie ich es feiere, wenn mir die Menschen perplex gegenüberstehen, den Fokus auf mich verlieren und wieder um ihre eigenen Probleme kreisen. Das ist Plan und Programm des Ganzen.“Der Wassermann ist ein Wesen, dass es liebt seine Umgebung zu verwirren“

So lebe ich ein Leben inmitten der mich umgebenden Menschen, Konstrukt meiner eigenen Redewendungen und doch anders als Es ist; verschlingt sich der Pfad meines Selbst doch in regelmäßiger Penetranz. Je mehr ich mich selbst dekonstruiere, je deutlicher ich meine Konstruktion erfasse, desto unverständlicher wird das Resultat meiner Handlungen. Auch das: Plan und Programm. „Zu schlecht um in dieser Gesellschaft zu funktionieren, zu gut um darin unterzugehen.“

Ich las einmal, Menschen liebten das Mysterium. In meiner Sucht nach Leben verwirrte ich mich dabei um mich selbst, verpasste jenen Wendepunkt an dem ich mir noch Rede und Antwort stand. Als ein Konstrukt sinnvoller und sinnbefreiter Redewendepunkte bleibe ich unergründlich, sind meine Gründe doch nichts anderes als Bauwerke des Darüberliegenden. Oder der Darunterbuckelnden, wer weiss das schon.“Wir spielen immer eine Rolle, manche passen uns nur besser.“

Perspektive ist eh so ein Ding. Man muss sie haben um sie zu verstehen, selbst dann ist sie fraglich in ihrer Konsistenz.