An uns

Ich möchte nicht mehr darüber reden,
wann es wirklich ginge.
Darüber nachdenken,
was zu planen sei.
Was, wenn?!

Denn unser Leben ist zu kurz,
Unsere Zeit zu kostbar,
Vergeuden wir nichts:
Mit Zweifeln.
In Angst.

Ich möchte immer mehr mit dir leben,
Weil es jetzt wirklich geht.
Mit dir erleben,
Was passiert.
Hier, Jetzt!

Unser Leben ist so kostbar!
Unsere Zeit so kurz!
Verschwenden wir uns:
In Liebe!
Mit Mut!

An uns.

Du weisst es noch nicht XIII

Es ist nicht das Brennen,
Flammen und Lodern;
Jenes Sehnen nach Hitze:
„Was kommt noch?“

Es ist die Wärme die bleibt
Wenn du gehst
Und die Leere heranschleicht.

Es ist nicht Zufriedenheit,
Bequemlichkeit und Rast;
Jenes Sein mit Zögern:
„Was wäre wenn?“

Es ist die Gewissheit
Wenn ich gehe
Und die Zweifel heranrollen.

Du weißt…
 Nein. 

Wir wussten es nicht. 
Aber wir wissen es nun.
Jederzeit.

Oder? 

Wir rannten,
Atemlos und berauscht;
Ganz im Moment
Der ewig währt.

Wir waren berauscht,
Bis wir stolperten
Fort der Atem
Den wir teilten.

Wir stolperten,
Im vollem Lauf;
Tot der Traum
Den wir schufen.

Oder?

Wir fühlten uns,
So wie wir waren.
Wir atmeten uns,
So wie wir sind.
Wir träumten uns,
So wie wir werden.

Lass mich erneut
Ein wenig träumen:
Vielleicht bleibt es.
Vielleicht ist der Traum,
solange er bleibt,
Unsere Wirklichkeit.

Oder?

Du weißt es noch nicht XII

Ich gehe voraus; 
Nur ein kleines Stück.

Eil, renn, spring!
Fall, stürz, blute!
Forder das Leben heraus!

Fahr, segle, flieg!
Schwimm, tauch, atme!
Stürz dich ins Leben! 

Ich gehe voraus;
Warte nicht auf mich.

In den hellen und
Den dunklen Stunden:
Stell dich dem Leben!

In den zarten und
den harten Farben:
Zeichne du dein Leben!

Ich gehe voraus;
Bis wir uns wiedersehen. 

Ich bin
War
Werde
Immer bei dir sein.

Du weißt es noch nicht,
Aber du wirst es wissen.

Bis dahin.

Unter der Dusche

Das Kreisen der Gedanken
Im Auf und Ab des Lebens.
Geburt, Leben, Sterben, Tod
Im rauschenden Wasser.

Der ewig chaotische,
Ewig gleiche Rhythmus.
Fortgespült, vergangen:
Wasser zu meinen Füßen.

Das fragende Leben
Oder doch nur Wasser?
Rauschend in den Ohren
Lauter, Leiser; Auf, Ab.

Eine Frage der Haltung.

Die Haut fiebernd
Im Wechselbad der Lust.
Das Hirn gefesselt
Im Reigen der Tropfen.

Das ewig fortdauernde,
Ewig treibende Fließen
Zerrinnend, reinigend:
Spiegel meines Ich.

Prasselnde Wasserschläge,
Sexuelle Erregung?
Im Spiel des Lebens,
Widerlich überreizte Geilheit.
Wasser, Luft; Hitze, Kälte.

Eine Frage der Laune.

Nichts bleibt

Stetig weht der Wind,
Doch merk ich’s kaum.
Dort, wo meine Gedanken
Zur Ruhe kommen
Sollten.

Stetig knirscht das Hirn,
Doch schert mich’s kaum.
Dort, wo meine Sorgen
Urlaub nehmen
Könnten. 

Ich verträume mein Leben;
Vergesse meine Gedanken.
Lebe zerstreut durch den Tag,
Zersprungen in der Nacht.
Sternenlicht auf meiner Haut. 

Sammle mich auf und ein;
Suche den Behälter.
Im stetigen Wind,
Mit stetigem Knirschen.
Sand zwischen meinen Fingern.

Geschichten blühen im Kopf
Wehen davon; zerfetzte Stücke 
Dessen, was ich erträumte.
Bilder ohne Farben,  
halb geschlossene Konturen.

Nichts bleibt 
Oder doch
Alles bleibt 
Nicht gleich
Oder hier