Dialoge II

[Ich auf dem Heimweg von einem anstrengenden Arbeitstag an einem sonnigen Tag; Er auf unserem Hinterhof und sich gerade eine Kippe drehend]
Er: (nuschelig) „…’kommst’n du her?“
Ich: (müde) „Arbeit.“
[Er leckt das paper an, dreht zuende und schaut mich danach, die Kippe in den Mund steckend, kopfschüttelnd an]
Er: (gelassen) „Ich hasse Arbeit.“

Und damit war eigentlich alles gesagt.

Dialoge I

Er: Für was bewirbst Du Dich eigentlich?

Sie: Kinderbetreuerin im Einkaufszentrum.

Er: Wrm.. yay?😆

Sie: Bitte nochmal in verständlich?

Er: Erm (verschrieben,  ein Laut des lauten Nachdenkens)
… (dramatische Pause zur Steigerung der Wirkung der Pointe)
yay (ein Ausruf der Freude, zumeist im ironischen Kontext verwendet.  Außerdem in dem vorliegenden Fall die Pointe)
?(Ein Fragezeichen, hier verwendet um der zuvor getätigten Aussage – zur Erinnerung: ein Auszug der Freude – eine erhöhte Zweideutigkeit zu verleihen)
😆 (Ermangelung eines besseren Smileys wurde dieses Emoticon verwendet um zu betonen, dass es sich um einen Scherz handelte)

Oder so😋
Anders gesagt: nicht mein Traumjob, aber scheinbar für dich ansprechend. Ich freue mich für dich, würde mich selbst aber erschießen.

Sie: Warum einfach, wenns auch kompliziert geht, hm? ^^

Er: Weil kompliziert das neue einfach ist.
Das „hippe“ easy.

Sie: Gut, dass wir drüber ‚gesprochen‘ haben. 😬

Er: Hm. Wanna have? Also eine ernste Antwort

Sie: Auf welche Frage? 😳

Er: Warum einfach wenn bla

Sie: Achso. Na dann gib mal ne ernste Antwort.

Er: Weil einfach mich langweilt. Nicht im Sinne dessen, dass es blöd ist oder ich besser, besonders klug oder sonst was, sondern auf einem fundamentalem Level.
Manchmal habe ich das Gefühl, meine Gedanken sind ein überfüllter LKW, der auf einem Highway durch mein Leben rast, dass aber blöderweise nur für eine Landstraße gebaut ist. Natürlich hat die Straße auch Kurven und Schlaglöcher, weshalb unterwegs eine Menge verloren geht.

Einfach. .. das ist das, was übrig bleibt wenn ich auf die Landstraße schaue, auf der die zertrümmerten Fragmente dessen liegen, was ich unterwegs verloren habe. Dumm nur, dass ich nicht vergesse, was noch im LKW liegt. Entsprechend stehe ich also da und erlebe irgendwie gleich zwei Mal die selbe Sache. Einmal in den Tempo, das mich umgibt und einmal in den, das nur mein Ich umgibt. Das zweite rauscht dabei, unbeirrt im Tempo, mehrmals an der Situation vorbei und bringt jedes mal neue Ladung mit.

Einfach… das hat so wenig mit mir zu tun, dass es mir fremdartig vorkommt. Ich bin wie ein Alien, dass mehr als drei Dimensionen sieht und sich fragt, wieso keiner sonst auf die wunderschönen Farben in der Musik achtet.

Einfach… kann ich einfach nicht. Wenn ich probiere, nicht ich zu sein verkrampft sich mein Inneres und aus kompliziert wird merkwürdig. Gleichzeitig weiß ich aber nicht, ob kompliziert wirklich zu mir gehört, ob ich nicht etwas konstruiert habe um besonders zu sein. Wer bin ich überhaupt? Der, der seine Umwelt verwirrt? Oder der, der selbst verwirrt ist.

Einfach. Das ist ein Traum den ich habe. Einfach Ich sein. Einfach nicht über mich nachdenken. Einfach passieren lassen.

Das wäre der perfekte Schluss. Aber mein Kopf ist schon fünfzig Schritte weiter, seziert das ganze schon, weil meine Hände nicht schnell genug schreiben und meine Worte unzureichend sind. „Sprache ist im Grunde nur ein besseres Gekläff“ singt Joint Venture. Recht hat er.

Ich mag kompliziert vielleicht nicht einmal wirklich. Aber nur darüber kann ich mit dem Chaos mithalten,  dass meinen Kopf manchmal platzen lassen will.
Neulich sagte jemand: „Du bist ein schwieriger Charakter“. Darauf konnte ich nur aus tiefer Überzeugung sagen: „Nicht für die Menschen, die in meiner Welt mitschwingen. Diese Welt ist aber sehr, sehr weit weg von der, die gängig ist.“

Einfach. Ich glaube ich kenne nichts komplizierteres.

Sie: Das wäre doch n schöner Text für deinen Blog. ☺ So oder so ähnlich komme ich mir selbst in vielen gesellschaftlichen Konstellationen vor. Als die Einzige, die „anders“ denkt/fühlt/sieht. Und im Versuch, es den „Anderen“ angemessen mitzuteilen, registriere ich eine Art der Überforderung beim Gegenüber, die mich wiederum nur noch mehr als „anders“ und „zu kompliziert für den Rest“ dastehen lässt. Hm. Hab mich schon oft genug als Nicht Massenkompatibel verstanden. Macht den Umgang und die Eingebundenheit oft nicht einfach. Sondern eben kompliziert.

Er: Ja stimmt. Das ist ein wenig länger geworden als geplant😅
Das beschreibt ganz gut was die Krux an dem Thema ist. Schön gesagt.
Wobei ich jetzt nur für mich sprechen kann… aber ich finde dich nicht unverständlich.
Und ein wenig muß ich jetzt an das eine Lied von Reinald Grebe denken… „Massenkompatibel“

Sie: Genau aus dem Lied hab ich auch dieses schöne Wort. 😁

Wer die Seele eines Menschen berührt, betritt geheiligten Boden.

Hm. Das sind schwierige Aussagen zu einem schwierigen Thema. Mein erster Kommentar wurde doch sehr lang… darum ein Reblog. Wenn nicht gewünscht: gib Bescheid.

Als jemand, der mit Manipulation und Gefühlsbetrug sein Geld verdienen wird (kannst ja mal raten was es ist) und sich darin nicht als schlechter, sondern als ehrlicher Mensch versteht, mal eine andere Sicht:

Wenn ich in einem Menschen etwas entdecke, sei es Stärke oder Schwäche, Genuß oder Verdruss… dann speichert sich mein Hirn das.
Wenn mein Wille nun in eine Richtung geht und das Gegenüber hierbei meinen Weg begleitet, kreuzt oder was auch immer… dann bediene ich mich der Informationen, die ich gesammelt habe.

Sicher, es gibt Grenzen, die man beachten sollte bei diesem „Spiel“… bloß ist es kein Spiel und damit die Aussage erst einmal ungültig.
Es ist die Art wie ich meinen Weg durch mein Leben bestreite. Es hat weniger etwas damit zu tun, dass ich „ach so schlimm benutzt wurde und mich rächen will“; vielmehr geht es darum zu verwenden, was ich erkenne, da es um mein Leben geh und nicht um das anderer (in erster Instanz gedacht).
Erkennen andere dies nicht oder verweigern sich den Zugriff darauf, stelle ich mir eher die Frage, warum sie dies tun. Welche Regel gebietet, sich hinter gesellschaftlichen Mauern zu bewegen? Ist es nicht viel mehr die Angst, dafür schräg angeschaut zu werden, wenn jemand sieht was wir tun? Ist es der Wunsch, „sowas“ niemand anzutun oder ist es eher der Umkehrschluss aus der Angst das selbst zu erleben?

Versteh mich nicht falsch. Ich bin kein böswilliger Mensch. Dafür sind mir die meisten Menschen viel zu egal. Ich wurde mich allerdings auch nicht als Soziopathen verstehen. Es sei denn, du meinst damit „nicht blind allen gängigen Sozialpraktiken folgend“. Dann frage ich jedoch, was gängig sein soll.

Wenn du ein wenig bei mir gelesen hast, hast du vielleicht gesehen, dass ich zum Menschen eine… nachlässige Haltung habe. Insofern nachlässig, als das ich einzelnen Menschen nicht den Wert zuschreibe, den sie gerade ausfüllen. Liebe? Ein Gefühl. Der Mensch der das Gefühl in dir wachruft: auswechselbar. Hass? Für mich noch flüchtiger als Liebe, das Objekt des Hasses ständig wechselnd.

All is vain. So sagte, glaube ich, schon Scarlett in „vom Winde verweht“.

Alles vergeht.

Und genau darin liegt die Befreiung meines Lebens. Ich bin, so wie alles und jeder um mich herum, vergänglich. Und, um es einmal bewusst gestelzt auszudrücken: die Applikation eines immortalen, unscharf definierten Begriffs der Soziologie, welche in ihrer Sache von einer stetig fortwährenden Gesellschaft ausgeht, auf ein Individuum von immens beschränktem lokalen, als auch temporärem Wirkungsbereich wirkt angesichts dieses Argumentationsstrangs eher inkonsistent.

Aber! Gott behüte! Dass ist kein Freibrief für YOLO! Es befreit mich nicht von jeglichen Konsequenzen meines Handelns. Vielmehr beschränkt sich das für mich auf angelernte soziale Beschränkungen.

Warum ist es schlecht, jemand in etwas zu bestärken, was man selbst für gering schätzt.
Wenn man jemand aufbaut und lobt auch wenn der Mensch dir egal ist.
WEIL er dir egal ist.
Denn, abgesehen von jenen schlimmen schlimmen Menschen, die mit unsren Gefühlen spielen (irre ich mich oder meint das „immer“ den Teil der Beziehung der Schluss macht?) gibt es viele, viele Gründe zu lügen.

Ja mein Kleiner. Du hast ganz super getrommelt. Und das die Trommel kaputt ist macht gar nichts. Hat ja keine 500 Euro gekostet. (Denn ein Kind zu bestärken ist mehr wert als 500 Euro)
Du machst das klasse. Sehr kreativ. Regeln in der Kunst sind eh überbewertet.

Es ist müßig mit Beispielen weiterzumachen und hoffentlich auch so deutlich, das es sozial akzeptiertes lügen gibt.

Einzig mit der Liebe spaßt niemand. Denn Liebe ist Krieg und eine VERDAMMT ERNSTE SACHE.
Wer wärest du, dich in ihr wohl zu fühlen solange sie besteht!

All is vain. Doch in der Angst um die Vergänglichkeit töten wir das Leben und konservieren es, um möglichst viel davon in unseren Tod mitzunehmen. Dort können wir es schließlich genießen ohne Angst zu haben, dass es entfleucht. Der Tod währt ewig.

Da Redundanz helfen soll: ich will keine Entschuldigung für Missbrauch von Vertrauen finden. Denn mir ist es sehr wohl bewusst, dass Menschen sehr unter Enttäuschung leiden können (einfach mal ein paar ältere Beiträge lesen…). Vielmehr möchte ich den Blick weiten für einen Versuch der Erklärung eines solchen, unverständlichen Menschens. Versuchen aufzuzeigen, dass nicht Boshaftigkeit, sondern viel mehr gründlich verschiedene Lebensansichten zugrunde liegen.

Warum? Weil ich selbst in beiden Welten wandele. Weil es mir hilft zu wissen was von meinem Gegenüber mir und was ihm/ihr geschuldet ist. Weil ich verstehen und Verständnis liebe. Weil ich die Feinheiten einer allgemein anerkannten Schwäche sehe und fasziniert bin von den Möglichkeiten hinter der ersten Meinung.

Und weil ich deshalb gelernt habe Menschen nach ihren Taten und nicht ihren Worten zu vertrauen.;-)
Ohne Mauern zu leben und zu vertrauen ohne gleichzeitig schutzlos zu sein.

westendstories

Ich mag sie nicht, die Seelenschlächter.

Die vermeintlich empathischen Wortakrobaten, die eine sanfte Melodie spielen, gesponnen aus feinstem Manipulationszwirn. Denen du ihre Worte glaubst, dessen Handel nie folgt. Die, die in einem unachtsamen Moment ein Türchen zu deiner Seele öffnen, welche du doch sonst so gut versteckst. Und die dich dann am offenen Operationstisch einfach liegen lassen. Soziopathen denen du scheißegal bist, oder die sich aus fadenscheinigen Gründen einfach aus deinem Leben verpissen ohne Blick zurück. Für den Missbrauch und die Vergewaltigung von Vertrauen sollte es die Höchststrafe geben.

Im türkischen gibt es ein Sprichwort: Ich hab meinem Vater vertraut, und der hat meine Mutter gefickt. Also immer schön Obacht, wem du die Hand reichst, deine Tür öffnest und ganz besonders, dein Herz. Hier und da eine etwas dickere Mauer ist in dieser Zeit schon angebracht. Ganz besonders für empfindliche Seelen, die ahnungslos immer das Gute glauben.

Und irgendwann hast…

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Was sie sich eigentlich sagen wollten

„I am the thunder, hear me roar.“ – „Watt is‘?!“

Sie saß auf der Fensterbank, gelassen an den Fensterrahmen Ihrer geräumigen Parterre-Altbauwohnung gelehnt und rauchte mit der Gelassenheit einer Person die ihren Nachmittag dort draußen im Regen wegschwimmen sah.
Es war eine dieser Altbauwohnungen in denen eigentlich alles irgendwie mangelhaft war, die Fensterbank jedoch – bequem gemacht mit flauschigen, in den IN-Farben des Herbstes gehaltenen, allergieneutralen Kissen – für alles entschädigte. Eine Wohnung, die ein Nichtraucher selten wählt, denn diese sitzen ja selten am offenen Fenster bei Regen und Kälte; für eine Raucherin wie sie jedoch entfaltete sich eine ganz neue Welt. Ein Lebensgefühl das loszulösen schien und die Sorgen klein werden ließ.
Eine Stunde auf ihrer Fensterbank, dazu ein Kaffee und natürlich Zigaretten, mehr brauchte es nicht um ihren Tag zu retten.

Er stand auf dem Bürgersteig, jenem Überbleibsel aus alter Gründerzeit in der das noch Geld reichte um vernünftiges  Kopfsteinpflaster in ruhigen Nebenstraßen auszulegen. Heute flickte man es selbstverständlich nur noch mit grob plattgedrücktem Beton, wodurch der Eindruck entstand man wolle einen großen Kilt aus Stein und gehärtetem Erdöl häkeln.
Der Regen lief am seiner zerschlissenen Sommerjacke herab, tropfte aus seinen pitschnassen, halblangen Haaren die vielleicht braun, vielleicht aber auch dunkelblond gewesen sein mochten nun aber in schwarzen, ölig glänzenden Strähnen in sein Gesicht hingen. Seine Hose war, bis auf einige wenige Stellen, durch die Nässe zu einem tiefen Blau nachgedunkelt und in seine zerrissenen Schuhen lief das Wasser gänzlich ungehindert.
Das er in einer Pfütze stand die nahezu drei Meter Ausmaß hatte schien in ebensowenig zu stören wie das Wasser, welches Kübelweise über ihm vergossen wurde.

„I am the silence before the storm, try to hold me.“ – „Häh?!“

Sie nahm ihre Tasse an die Lippen, die merkwürdige Erscheinung vor ihr nicht aus den Augen lassend. Ihre Sicht war eh seit einiger Zeit nicht mehr so gut und sie hatte gerade ihre trendige Hornbrille in knalligem Rosa (die Verkauferin hatte es ihr empfohlen nachdem sie ihren Wunsch geäußert hatte etwas zartrosefarbenes zu bekommen) nicht zur Hand, da sie trotz der hohen Kosten des Sehgeräts nicht überzeugt war, dass sie damit gut aussah und es somit vermied sie zu tragen. Nur die unansehnlichen Falten, die sich immer bildeten wenn sie versuchte ohne ihre Brille Entferntes zu sehen hatten sie überhaupt dazu bewegt in einem tagelangen Marathon den ersten Schritt zu wagen.

Er schwankte leicht hin und her, ob nun wegen des strömenden Regens oder wegen einer anderen, inneren Störung ließ sich dabei jedoch nicht ausmachen. Grundsätzlich hatte er eine aufrechte Haltung, wobei jedoch seine Schultern wie von einer schweren Last niedergedrückt schienen. Seine Augen funkelten wach aus den tropfenden Höhlen unter seinen buschigen Augenbrauen, aber auch hier war eine Schwere und Niedergedrücktheit zu erahnen. Doch als er ein breites Lächeln auf sein Gesicht brachte verflog dieser Eindruck fast vollkommen. Lediglich ein kleiner Funke blieb übrig, ganz hinten in den Spiegelungen seiner Pupillen.

„I am the storm, fear my mighty smite!“ – „Biste bekloppt?“

Während sie einen letzten Zug aus ihrer Menthol-Light-Bio-ohne-Zusatzstoffe-Zigarette nahm – welche sie bevorzugte, da zum einen der Geschmack angenehmer im Gaumen war und zudem die Haut von dieser Sorte durch spezielle Aloe-Vera-Extrakte geschützt wurde – während sie also diesen letzten Atemzug genussvoll durch die Zähne zog und in den grauen Tag hinausblies, stellte sie die Tasse ab und nahm den Aschenbecher in die Hand.
Stirnrunzelnd ob des Mannes fortgeführter Merkwürdigkeit trat sie der nassen Gestalt weiterhin ihr Augenmerk ab und drückte dabei den Kippenstummel zu den restlichen Ruinen vorangegangener Stunden am Fenster. So stand sie noch eine Weile nachdenklich dort, bis sie letztlich mit einem Achselzucken – einem jener Sorte, welches Akzeptanz heucheln soll, jedoch mehr der Rettung der eigenen Ignoranz dient – das Fenster ohne ein weiteres Wort schloss und in ihrer Wohnung verschwand.

Er stand weiterhin da, im rauschenden Regen, inmitten eines kleinen Sees, der sich in und um seine Schuhe ausbreitete und sah ihr dabei zu wie sie das Fenster schloss, den Raum verließ, dann jedoch wieder zurückkam und die sanft beerefarbenen Vorhänge zuzog.
Lange stand er so da. Unbewegt und aufrecht. Der Regen schwoll noch mehr an, wurde lauter und verschluckte alle Geräusche der Welt. Einzig das Getrommel der Tropfen auf dem nassen Stoff seiner Jacke und des Wassers auf dem Boden waren zu hören; übertönten sogar das Rauschen des Blutes in den eigenen Ohren.

Der Bürgersteig verschwand unter dem Bombardement des Regens und irgendwann verschluckte es auch ihn.
Danach herrschte eine seltsame Stille in der kleinen Straße in der sie ihre feine Altbauwohnung bewohnte.

Wo ich bin

Ich werde dir nicht vergeben.
Kann es nicht.
Denn dafür geht die Wunde zu tief.

Manches verheilt nie;
selbst wenn es das könnte,
eine Narbe bliebe.

Aber ich kann mir vergeben.
Stück für Stück,  immer mehr.
Und so dir gelassener  entgegenschauen.

Denn vielleicht bin ich nun mehr bei mir
und weniger bei dir.