Du bist ’ne Katze

Du bist ’ne Katze, biste‘ halt.
Locken, Schmeicheln lässt dich kalt.
Tust wonach dir steht,
lässt was für andre‘ geht.

Du bist ’ne Katze, biste‘ eben.
Schreitest nur auf deinen Wegen.
Steigst gern schnell aufs Dach,
hälst Nachts so Manchen wach.

Unbeirrbar, unvermittelt, unnahbar.
Fest in deiner Welt, deiner Sicht,
in deinem Tempo, deinem Schritt.

Du bist ’ne Katze, so ’nen Mist.
Es scheint, dass du nichts vermisst.
Unterwegs wie’s dir behagt,
egal wer darüber verzagt.

Du bist ’ne Katze, es is‘ wahr.
Fliehst sogleich, siehst du Gefahr.
So schnell, dass du vergisst,
wer bleibt und dich vermisst.