Kein Titel, was aber okay ist

Sie steht nicht auf mich, was suckt aber okay ist. Also weitermachen, was aber nur ein Reflex ist um das „Nein“ nicht ganz so laut zu hören und das Ego zu retten.

Ich will schreiben, was aber nicht klappt wenn ich nach Hause komme und mein Hirn schlapp macht. Also treibe ich sinnlos umher, was im Grunde klar geht, aber Balance erfordert.

Unterwegs dann ist mein Kopf voll mit Gedanken aber die Zeit zu wenig um zu schreiben, was an sich nicht schlimm ist, aber siehe oben und sowieso.

Die Frauen beschäftigen mich zu viel aber faszinieren nicht, was an sich ja auch nett ist aber nett ist die kleine Schwester von Scheisse.

Meine Gedanken treiben einen wirren Tanz mit meinen Gefühlen, was an sich schön klingt aber leider sehr unübersichtlich ist, da sehr zerfasert.

Und so schreibe ich die Fetzen auf, was an sich okay ist aber irgendwie unfertig wi

Silber und Gold

Krikelkrakel, Kritzelfitzel, Blabberblubb. Würde ich diesem Stil fortfahren, wäre vermutlich ein ganz treffendes Bild meiner Gedanken gegeben. Es schwirrt wieder einmal unnötig viel in meinem Kopf herum. Über Einiges habe ich bereits geschrieben und es lungert nur noch in den alten, staubigen Windungen meines Hirns herum weil niemand es rausgeworfen hat. Manches ist schon in meinem Kopf formuliert und schwebt dort in einer geisterhaften Stille, auf den Zeitpunkt hoffend, wenn sich die Tore ins Leben öffnen und sie heraustreten können. Anderes wiederum spielt noch unbefangen und unbearbeitet auf den grünen Wiesen meiner Ideen.
Es herrscht Lärm und Chaos in mir und um mich herum.
So sehr, dass ich rede und rede und rede, ohne jemals in einen Dialog zu treten. Denn nur wenn ich atme hast du Zeit zu reden; wenn ich dich nicht schon wieder ins Wort falle.
Ich rede und rede, bis du weinst.  Nicht weil meine Worte verletzend sein sollen; Du seiest sensibel und meine Sätze bewegten etwas in dir.
Ich rede, weil ich nicht aufhören kann; auch als ich sehe,  dass es dich trifft und  emotional bewegt.
Nun schweige ich gerade, während ich in der knallenden Sonne sitze.
Ich schweige und schweige, habe mir Musik in die Ohren gedrückt und die Welt ausgesperrt.
Ich schweige und schweige und schweige, denn erst jetzt höre ich was ich sagen will.

Aber das sind Dinge, für die ich jetzt keine Worte habe.

Die Dauer einer Fahrt

Ich suche dich, Inspiration. Oh du holde Maid, du zarte Versuchung. Du flüchtige Braut, ewig am Rande..

Ah well. Fuck you stupid bitch.

Auf der Suche nach Bildern über die ich schreiben kann stolpere ich immer wieder über Wiederholungen.

Die Bogensehne, die zum zerreissen angespannt ist; das Flugzeug, dessen Flügel wild im Wind vibrieren und desen bedrohliches Summen mit lauter Stimme nahendes Unheil verkündet; der Baum, im Sturmwind gebeutelt und im Geiste noch nicht entschlossen ob er Eiche oder Palme sein soll; Die Fußstapfen, die sich immer und immer wieder selbst kreuzen…

Alles wiederholt sich. Kreise im Kopf ergeben die Kreise in meinem Leben und ich bin gefangen in einem meiner Lieblingselemente: Redundanz. Ein schönes Wort, meist liebe ich es. Doch gerade bringt es mich um den wenigen Verstand, den ich normalerweise als halbwegs zurechnungsfähig einstufen würde.

Verzweifelt bemühe ich mich darum, Schönes zu kreieren. Der Drang, meine eigene Erbärmlichkeit zu übermalen ist so stark, dass er mich in die Tasten hauen lässt, ohne Rücksicht darauf zu nehmen, dass ich eigentlich nichts zu sagen habe. Und schon jetzt scheitere ich an meinem eigenen Ausweg, da ich die Mittelmäßigkeit des Bemühens erkenne. Denn wer schreibt schon über das Schreiben an sich?! Ein Künstler, der vor einem weißen Blatt sitzt und es weiß belässt, weil er gerade nichts kreieren kann ist vermutlich der beste Maler, da er Anspruch an seine Arbeit hat. Zumindest finde ich ihn besser als jene, die aufs Blatt spucken und das Ganze als kreativ verkaufen.

Ich spucke. Spucke Worte, da mir Gift und Galle ausgehen. Ich schreibe ohne ein Thema, da mir keines einfallen will, meine Seele aber nach einem Ventil schreit. Nach einem Ablass, doch wo kann ich den heutzutage noch kaufen? Die Kirche musste es ja abschaffen und ich glaube eh nicht an sie.

Wer bin ich wenn ich schreibe? Und warum zur Hölle fällt mir kein anderes Thema ein als ich selbst?

Vielleicht… Vielleicht sind viel denkende Menschen allein per Definition einsamer als andere, weil man Gedanken ja eben nicht hören kann. Ich will schreien, traue mich aber noch nicht einmal in Capslock zu schreiben…

Ich will schlafen, denn ich habe zu viel gesehen von mir selbst. Doch meine Gedanken schlafen nie, denn sie wollen mehr mehr mehr. Und so bleibe ich mit meinen Wünschen ein Schatten in meiner eigenen Welt. Ich bin ein Schatten in meiner eigenen welt, wie soll ich also in deiner teilhaben?! Wie soll ich das raus bekommen, was in mir wuchert und krankt wie ein Geschwür, wenn es doch letztlich in meinem eigenen Kopf steckt und nur dort Bestand haben kann?

1 2 3 Kotzprobe UEEERG. So hat es ein kleiner 13jähriger Junge neulich bei Tonproben formuliert. So schreib ich es nieder um zusammenzufassen was hier abgeht. Ich kotze; reier mir die Seele aus dem Leib. Denn dort will sie nicht bleiben. Und ich gebe ihr nach, denn ich kann sie verstehen.

Ich verstehe so viel, zu viel. Ich verstehe und verstehe.

Doch was mir fehlt ist das Verständnis.

Für meine Welt.

Für mich.

 

Denn manchmal ist Niveau auch nur eine Handcreme und ein Blog auch nur ein emotionaler Schrotthaufen.

Mein Kopf

Wäre mein Kopf ein Krähennest,…

…wäre mein Körper wohl das Schiff; nicht ganz alt und abgetakelt, aber auch nicht mehr auf seiner Jungfernfahrt.
…er gäbe mir einen guten Überblick; den Weitblick, so manches als erstes zu sehen und anderes am längsten im Blick zu behalten.
…könnte ich, wenn sich anderen der Blick vernebelt, über den dichten, wabernden Wolken weiterhin klar sehen.
…umgäben mich in stürmischer Nacht Gedankenblitze und spendeten dem Rest dort unten Lich, Anhaltspunkt und Zuversicht.
…würde ich von starken Winden durchgeschüttelt umherschwanken; übermütig im Schreien der Böen lachend, gefangen von einer Heiterkeit, die ausser mir niemand zu greifen vermag.
…ich bräuchte einen starken Rücken um den Mast niemals brechen zu lassen.
…bräuchte ein starkes Gerüst, um in Sturm und Wellengang nicht einfach zu kentern; das Krähennest unter Wasser tauchend…. Leib und Seele müssten eins sein, wollte ich die Fugen dicht verschließen um zu schwimmen.

Doch vermutlich ist mein Kopf eher ein Nest für Krähen. Gehässige, schwarze Gedanken, die aufflattern und mit Unheilsstimme in die Welt hinausfligen um lediglich hier und dort als einzelne, dumpf glänzende Federn liegenzubleiben.

Vergangenes

„Dich gab es doch schonmal!“
Sagte die dunkle Nacht zum strahlenden Tag, als er gerade anbrach.
„Das stimmt, aber zum einen ist das doch kein Grund aufzuhören und zum anderen gibt es heute vielleicht jemanden, der mich noch nicht kennt, mich schon wieder vergessen hat oder mich schlichtweg einfach noch einmal sehen will.“
Antwortete der Tag und nahm seinen Lauf.

Ich würde gerne sagen, dass irgendein altes, weises Volk oder ein alter, weiser Mensch dieses Gleichnis einmal gesagt hat und es daher stimmen muss. Doch ich stehe mit meinen Worten alleine da, kann mich auf nicht viel mehr als meine eigene Lebenserfahrung berufen.

Was vergangen ist, ist meist vergangen.
So banal das klingen mag, so schwer fällt es doch vielen Menschen die Vergangenheit auch vergehen zu lassen.

Was bringt dem „Jetzt“ oder dem „Morgen“ die Aussage „das gab’s schon!“?
So an sich sind die Worte eigentlich nicht viel mehr als eine verblassende Reminiszenz alter Ergebnisse.
Ein Statement, geboren aus dem Wunsch das Vergangene wieder zu beleben.
Der Versuch vergangenen Glanz, angegrauten Ruhm neu aufblitzen zu lassen.

Bedauerlicherweise ist der verjährte Lorbeerkranz über die Jahre oft zu einem Büschel vertrocknetem Unkraut verkümmert.
Doch es ist wichtig, den Kopf zu sehen, der den Kranz trug und so gerne noch tragen will.
Denn der Kopf ist – das bleibt ja doch zu hoffen – nicht vertrocknet.

„Das gab es schon“… Ja.
Bestimmt.
Doch können wir nicht darum um so besser Neues schaffen?
Uns nicht um so besser mit den Erfahrungen des Vergangenen an die Herausforderungen des Kommenden setzen?
Lösungen finden, die auch dem Morgen zu demselben strahlen wie gestern zu verhelfen.

Bestimmt gab es alles schon einmal, aber für mich ist das bestimmt kein Grund alles als geschaffen anzusehen.

Alles meins!

Es ist meins, meins allein.
Is auch gut so.
Ich geb es nicht her, mach ich nicht.
Is ja auch meins.
Ich teil es nicht, nicht mit euch.
Macht auch nichts.
Ich verschenk es nicht, nicht an dich.
Warum auch?

Es ist meins, meins allein.
Ich hüt es wie ein Drache,
Eifersüchtig, geiferspeiend
Unten in seinem Berg.
Zwischen Gold und Edelsteinen,
Mistrauisch umherspähend.

Es ist meins, meins allein.
Wenn ich es teil, is es eins;
Doch behalt ich meins.
Geb ichs dir, ist das deins;
Vielleicht sogar unsers.
Aber meins bleibt meins.

Es ist meins, meins allein.
Ich hab nur eins,
Drum bleibt es meins.
Ich hatt es verloren,
Mich verloren.
Mein Leben.