Mäuse auf einer Planke

„Komm, halt mich fest, lass mich nicht ertrinken.“ Alles in ihr hatte diese Worte geschrien. Oder hatte er es nur so sehen wollen?

„Ich bin ein Meister im ertrinken, ich kenn mich da aus.“ So hatte er geantwortet, selbstgefällig die eigene Stärke überschätzend. Oder lag darin die Stärke? Unterzugehen – zu wissen, dass man untergeht und doch den Arm auszustrecken um jemanden nach oben zu drücken.

Der Vergleich mit dem Ertrinken hinkt ein wenig. Denn für dieses Ertrinken gelten nicht die Gesetze der Physik,sondern die der Psyche. Imagination schlägt die Wirklichkeit in Grund und Boden spuckt noch hinterher, während sie lachend davontanzt.

„In einem Meer und ohne Orientierung sind wir alle. Ich kenne mich dort ein wenig aus und es macht mir keine Probleme.“ So rechtfertigte er die Ziellosigkeit und das Fehlen eines Sinns. Oder wollte er nur angeben? Oder schützen? Zu schützen, was keines Schuztes bedarf ist streng genommen eigentlich Verletzung. Aber ich denke nicht, dass er es so sah.

„Du bist da, gibst, aber nimmst nicht.“ Sagte sie, ehrlich berührt von jener Verbindung, die sich ohne Einladung an allen Mauern und Schlössern vorbeigeschlichen hatte. Doch ob er nicht nehmen wollte, dass wusste nicht einmal er selbst.

Zu wissen, dass ich nichts geben kann, ohne auch selbst etwas dafür zu bekommen… dagegen wehre ich mich. Es klingt für mich nach Haarspalterei, das unfordernde Handeln nur existieren zu lassen, wenn es ganz und gar rein und ungetrübt ist. Ebenso lästig finde ich es, hier mathematische Messinstrumente anzusetzen:

Die Handlung(H) X = D{selbstlos}, wenn Fehlerwahrscheinlichkeit y =< 3,72585%

… klingt voll nach Mensch.

„Wohin geht es nun?“ Fragten sich beide, alls das Boot zerbrach, das seine vermeintliche Stärke geschaffen hatte.

„Dahin, wo es schon immer hin ging. Nach nirgendwo, ins Blaue hinaus. Ihr habt ja noch die Trümmer des Schiffswracks. Bastelt euch was. Zusammen bekommt ihr schon was schwimmendes gezimmert.“

Sage ich.

2 Kommentare zu “Mäuse auf einer Planke

  1. Hui. das finde sogar ich schwer fragmentarisch und konfus nach dem schreiben oO…

    Aber ich denke es erreicht was es erreichen soll. 😉

    to be random is to accept oneself ineplicitly.

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